Nachbericht vom ersten Tag..

Ortszeit 7:34

Ich muß wohl mal irgendwas bezüglich meines Schlafes tun, denn als ich gestern damit begann den Nachbericht vom ersten Tag zu schreiben, behielt erneut der Dämon der Müdigkeit die Oberhand über mich. Dies hat natürlich zur Folge, daß ich inzwischen ziemlich mit dem Bloggen hinterher hänge.

Deshalb jetzt also der Bericht über den ersten Tag..

Nach einer  Nacht, in der ich so ungefähr drei Stunden schlafen konnte, entschloss ich mich, nachdem zunächst dem Pfarrer Kneipp so gegen 6 Uhr bewußt gehuldigt wurde, den Tag in Angriff zu nehmen.

Die erste „Aufgabe“ bestand in einem Frühstück bestehend aus vier Scheiben Toast und Rührei, sowie zwei Tassen Espresso und einer Tasse grünem Tees. Bevor jemand fragt, nein ich habe die nicht direkt hintereinander getrunken, sondern, sobald Getränke verfügbar waren zunächst einen grünen Tee getrunken um dann knapp eine Halbe- bis Dreiviertelstunde später zu frühstücken.

Beim Frühstück traf ich auf einen Amerikaner mit seiner holländischen Frau, mit denen ich ins Gespräch kam und die vorher schon eine Weile durch Japan gereist waren. Am Abend zuvor hatte ich mich bereits ein deutsches Pärchen kennengelernt. Das Ryokan in dem ich hier also in Tokyo bin, wird zum meisten Teil von Europäern und Amerikanern aufgesucht.

Nach dem Frühstück beschloss ich mich zu Fuß auf den Weg zum Sensojji Tempel zu machen um mir diesen anzuschauen. Der Weg dorthin war, durch die Lage meines Ryokans in einem Wohnviertel, relativ unspektakulär. Aber er vermittelte einem durchaus interessantes Bild eines Wohngebietes in Tokyo.

Nach dem „Spaziergang“, der sich dann doch so auf knapp 30 – 40 Minuten belief, war ich an der ersten Sehenswürdigkeit angekommen dem Sensoji Schrein. Rund um diesen befinden sich zunächst eine Menge fester Stände, die allerlei Essen für zwischendurch und Souvenirs verkaufen. Das Gelände hierzu betritt  man normalerweise, wenn man von der Metro kommt durch das Kaminarimon Tor. Diese Tor wird von , und jetzt sollten gerade  Liebhaber von Videospielen aufpassen, Rayden und Fujin „bewacht“ . Also:  „Raiden wins“ 😉

Der Tempel an sich ist auf jeden Fall recht schön und man kann gut beobachten wie die Einheimischen ihre Bräuche praktizieren. Photographieren ist meistens selbst im Inneren erlaubt. Der Tempel ist v.a. für seine übergroßen Laternen in den Eingangstoren berühmt. Leider wird das Hauptgebäude z.Zt. renoviert, so daß es von aussen ein wenig unspektakulär weiß anzusehen ist. Um das Tempelareal, daß quasi in die Stadt eingebettet ist, befinden sich eine Vielzahl von Geschäften, einige Restaurants und Kaufhäuser. Überhaupt sieht man Läden in Tokyo fast an jeder Ecke…

Nach dem Besuch des Sensojitempels entschloss ich mich nach Shibuya zu fahren um mir dort sowohl die berühmte Kreuzung, die Hachinkostatue und das, ja ihr habt hier richtig gehört, Ägyptische Museum anzuschauen.

Auch wenn ich eine sehr gute Wegbeschreibung dorthin hatte, Naoko sei an dieser Stelle noch einmal herzlichst dafür gedankt, so bin ich anscheinend einmal falsch abgebogen oder wohl doch eher daran vorbeigelaufen, was darin resultierte, das ich plötzlich vor einer Riesenschule stand und auf dem Rückweg durch einen Park ging in dem eine Art Markt, oder gar Messe für vegetarische Produkte war. Dort fand sich auch ein Stand von Amnesty International ( Hi Henning 😉 ). Schließlich erreichte ich das Museum und lernte dort den Besitzer der Sammlung, Mr. Kikugawa, sowie einen japanischen Ägyptologen und einen Italiener, der hier in Tokyo Ägyptologie studierte. Durch einen Teil der Sammlung wurde ich von Herrn Kikugawa geführt und durch den anderen Teil von dem jap. Ägyptologen. Leider war das Photographieren dort nicht gestattet. Jedoch habe ich zum Schluss einen Katalog der Sammlung erworben. An dieser Stelle sei nur so viel zu der Sammlung gesagt: Es handelt sich um eine sehr ansprechend konzipierte Austellung der Privatsammlung von Kikugawa, die auf jeden Fall mehr als ein paar Highlights aufweisen kann und, die auch in einem sehr angenehmen Ambiente präsentiert wird. Sollte einer meiner werten Leser/innen also einmal nach Tokyo kommen, kann ich den Besuch dort wärmsten empfehlen. Ich möchte hier auch nicht vergessen, mich bei Herrn Kikugawa und seinem Team mit einem „Arigato“ zu bedanken.

Da ich gegen Ende des Besuches dort langsam mein Schlafdefizit bemerkte, entschloss ich mich zurück ins Andon zu fahren um mich dort ein wenig auszuruhen. In der Metro bin ich dann einmal kurz eingenickt, aber das macht hier absolut nichts aus und ist bei den Tokiotern auch keine Seltenheit.

Im Andon schlief ich dann erst einmal zwei Stunden und ging dann in das zum  Ryokan gehörende Jakuzzi. Allein dieses ist, wie man auch häufig im Web lesen kann, einen Besuch im Andon wert.

Danach bin in ein Restaurant um die Ecke gegangen und habe dort Udon (Japan Nudeln aus Weizenmehl) mit leckerem Gemüse und Hähnchenfleisch verzehrt und dazu Tee getrunken. Nach der doch recht großen Portion war ich mehr als ausreichend gesättigt und ging wieder zurück ins Andon.

Anbei ein paar Impressionen :

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RaidenFujin

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