Tag 5 und eine Bahn auf die mehr als Verlass ist.

Nachdem ich jetzt also mehrere Tage in Tokyo verbracht hatte, sollte es nun, mit kurzem Aufenthalt in Himeji, nach Hirsohima gehen. So frühstückte ich erneut ausgiebig und machte mich dann auf den Weg zur Metrostation und fuhr zum Tokioter Bahnhof. Dort reservierte ich mir am Schalter einen Platz für die Fahrt von Tokyo nach Himeji und einen für einen späteren Zug, den ich dann von dort nach Hiroshima nehmen würde. Alles ging völlig unkompliziert vonstatten und die JR Mitarbeiterin bediente mich freundlich und kompetent. Ja, hier wird Service wahrlich groß geschrieben. Ach ja bevor ich es hier vergesse, die Reservierung hat für mich als Besitzer eines vierzehntägigen JR Railpasses natürlich nichts gekostet. Danach bin ich dann das erste Mal in meinem Leben in einen Shinkansen gestiegen und los ging die Fahrt. Man fühlt sich beim Beschleunigen des Shinkansen in gewisser Weise häufig an die kurzfristige Schuberhöhung bei einem Flugzeug erinnert. Jedes Mal wenn der Schaffner in den Wagen kam verbeugte er sich bei Beginn und vor Verlassen des Wagens. Von der Fahrt selbst habe ich nur kurz den Blick auf den Fuji mitbekommen und da dann auch noch von ein paar vor mir sitzenden Touristen , vermutlich Engländern, ein paar bessere Schnappschüsse via iPhone – Mactransfer erhalten. Ansonsten versuchte ich mich ein wenig auszuruhen, da man mich ja nicht so wirklich als den großen Freund der Neigezugtechnologie bezeichnen kann.

Exakt gegen 13:43 Uhr erreichte ich dann den Bahnhof von Himeji, schloss kurz mein Gepäck weg und machte mich dann der Hauptstraße folgend auf den Weg zum Schloss. Die Strecke dorthin sollte 15 Minuten dauern und mein Zug gen Hiroshima würde um 15:52 Uhr abfahren. Der erste Eindruck der sich mir von dem Städtchen bot, war das die Menschen hier schon mal wesentlich entspannter waren und es hier und da auch mal die ein oder andere weibliche Person gab, bei der sich ein Lächeln auf dem Gesicht zeigte. Ich schaffte die Strecke in ungefähr 8 – 10 Minuten und schon frühzeitig wurde das Schloss sichtbar. Der Anblick der sich einem bot, war einfach nur als Atemberaubend zu beschreiben.Am Eingang löste ich, meinen ISIC vorzeigend ein Ticket und bewegte mich daraufhin gen Hauptturm. In diesem mußte man, wohl wegen des Holzfussbodens, die Schuhe ausziehen und erhielt dafür extra eine Plastiktüte für die eigenen Schuhe. Vom Turm aus sah man aus den unterschiedlichen Stockwerken das Burggelände und auch die Stadt Himeji, was für ein trauriger Kontrast..denn als schön kann man die heutige Stadt wohl nicht bezeichnen. Die Burg sticht einfach mit ihrer Schönheit aus allem heraus. Im Turm befanden sich außerdem noch eine Menge Exponate der einstigen Fürsten von Himeji. Je weiter man der Spitze kam umso steiler wurden die Holztreppen und vermutlich wäre eine Person meiner Größe nicht der geeignete Kandidat für die Verteidigung und/oder Erstürmung der Burg gewesen :). Aber wie so oft lohnte es sich. Inzwischen war die Zeit gefährlich weit fortgeschritten und so eilte ich gen Bahnhof, was zunächst durch etliche rote Fussgängerampeln behindert wurde. Den Bahnhof erreichte ich gegen ca. 15:48, holte schnell mein Gepäck aus dem Schließfach und saß dann gegen 15:52 Uhr im Shinkansen in Richtung Hiroshima. Das wäre in Deutschland schon mal daran gescheitert, das mir ständig jemand vor die Füße gelaufen wäre.

Nach ein paar Stationen setzte sich auf den Platz neben mich ein Japaner und als er sah, daß ich einen deutschen Reiseführer durchblätterte, kamen wir ins Gespräch. (allerdings auf Englisch) Er arbeitet nämlich für eine deutsche Firma für Messtechnik, die ihren Hauptsitz in einer kleinen Ortschaft nahe Nürnberg hat. Schon toll wie gut man sich mit den Japanern unterhalten kann, sobald man ein Gespräch beginnt. Danke an dieser Stelle.

Um 16:54 erreichte ich dann, Wishful Thinking hörend, Hiroshima. Mit mir stieg ein weiterer Tourist aus mit dem ich dann gemeinsam gen Straßenbahn ging. Er stammte ursprünglich aus Rumänien, lebt aber schon seit 15 Jahren in Kanada. Immer wieder interessant was man hier für Menschen trifft. Er stieg dann am Atombomben Dome aus, während ich weiter gen Hotel fuhr. Schließlich kam ich am World Friendship Center an und sobald ich es betrat, fühlte ich mich wie in eine andere Welt versetzt. Ich wurde dort von der Frau des Direktorenehepaars  (Es handelt sich hier um ein älteres extrem liebevoll und herzliches christliches Rentnerehepaar aus Amerika, das sich entschlossen hat freiwillig an sozialen Projekten zu arbeiten, einfach toll) auf herzlichste begrüßt und in mein Zimmer gebracht, wo sich ein Ordner mit allen relevanten Informationen zur Unterkunft, zu Restaurants, Internet etc. befand. Doch zunächst ruhte ich mich erst einmal eine Runde aus. Später ging ich runter. Neben dem Eingangsbereich befindet sich ein größerer Raum, der auf der einen Seite als Wohnzimmer aber auch als Bibliothek betrachtet werden kann. Dort saß die Dame in einem Stuhl und las in einem Buch. Ich erkundigte mich nach einem Restaurant in dem ich die lokale Spezialität, Okonomiyaki essen könnte, da das was empfohlen wurde gerade heute geschlossen hatte. Sie empfahl mir eines das direkt an der Strassenecke lag. Gegenüber diesem befand sich allerdings ein weiteres Restaurant und da dieses „einheimischer“ aussah suchte ich dieses auf. Es handelte sich um ein kleines Restaurant in dem ein paar Leute saßen, die Sake tranken und aßen. Ich bestellte mir etwas, das wohl auf/über Kohle gebratenes Schweinefleisch hieß. Dieses schmeckte auch sehr gut, wenn es vielleicht auch ein bisschen wenig war. Wenn Sie sich unbeobachtet fühlte, sah man übrigens eine deutliche Entspannung in den Gesichtsmuskeln der einen Bedienung. Als ich Sie jedoch später photographieren wollte, winkte sie sehr verlegen ab. So ging ich zunächst erst einmal gen WfC zurück, wo ich kurzfrisitig vom Schlaf übermannt wurde. Dieser hielt jedoch nicht wirklich lange an und so ging ich danach, erneut Hunger verspürend, in das Okonomiyakirestaurant auf der anderen Seite. Dort aß ich dann Okonomiyaki und trank dazu ein frisch gezapftes Asahi. Einfach nur lecker. Als ich mein Essen, das auf einer heißen Platte vor mir lag erhielt, schaute ein älterer Japaner nebst Begleitung zur mir rüber und war dann wohl sehr verblüfft als ich das Essen problemlos mit Stäbchen aß. Er winkte mir auf jeden Fall zu. Nach dem phantastischen Essen ging ich zurück ins WfC und unterhielt mich noch eine Weile mit der Direktorin, bis ich dann endgültig zu Bett ging.

So jetzt aber zu den Impressionen des Tages. Aber ich warne Euch es ist viel Schloss zu sehen.

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Ach ja und so kann das aussehen wenn man sein Wlan bei derAusfahrt aus Tokyo angeschaltet hat :

shinkansenwlan

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