Tag 8 + 9 + 10

Damit es dem werten Leser nicht allzu langweilig wird, habe ich mir einmal erlaubt die Tage 8,9 und 10 zusammenzufassen. Außerdem fand ja an Tag 8 auch die Hochzeit statt.

Doch zunächst zum Beginn des Tages. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel Bestland, ss bestand die Möglichkeit, sich sowohl westliches als auch japanisches Frühstück am Buffet zusammenzustellen, brachen Luis und ich einmal in das nahe gelegene Einkaufszentrum auf. Dort versuchten wir uns dann mal an einem Tekken 6 Automat, mußten jedoch bald die Segel streichen, so daß wir ein wenig durch die verschiedenen Geschäfte schlenderten, wobei Luis noch eine Krawatte für später erwarb. In Japan gibt es einfach überall Einkaufszentren mit viiiiieeeelllleeeennnn Geschäften und zig Restaurants und Läden die irgendeine Form von Essen verkaufen. Da wundert es einen manchmal schon, warum die Japaner kaum dicke Menschen aufweisen. Ein, wenn auch eher scherzhafter, Erklärungsversuch meinerseits wäre, das die Japaner durch das Shoppen wieder genügend Kalorien verbrennen ;). Wir kehrten zum Hotel zurück und jeder ruhte sich noch ein wenig aus, bevor wir dann gegen 14:40 zum Ray-Fuu, das um die Ecke beim Einkaufszentrum lag, aufbrechen wollten. Kleidungstechnisch entschied ich mich dann doch gegen das rote Hemd und wählte ein schwarzes mit dünnen weißen Streifen. Dann ging’s auf gen Hochzeit.

Dort hatten sich bereits eine Menge Leute eingefunden und wir wurden von Tomoko’s Vater und auch von der Hochzeitsplanerin begrüßt. Außerdem wurden uns ein Mann und eine Frau vorgestellt, die die englischsprachigen Gäste betreuen würden und die, daß habe ich erst später erfahren Freunde / Bekannte der Hochzeitsarangeurin waren und das Ganze freiwillig machten, Hut ab. Interessanterweise bildeten sich in der Wartelounge von Beginn an Grüppchen nach dem Schema Japaner / nicht Japaner. Dieses wurde einzig von Toshiro durchbrochen, den ich damals bereits in Göttingen einmal gesehen hatte. So lernten wir George’s und Tomoko’s Freunde aus Monréal, sowie auch seinen Chef kennen.

Nach einer geraumen Zeit wurden wir gebeten in die Kapelle, die ich hier nicht im christlichen Sinne verstanden wissen möchte. zu kommen. Dort suchten wir uns unsere Plätze und die Zeremonie begann. Die Beiden sahen einfach toll aus und der Anblick der Braut war atemberaubend. Näheres kann man später den Photos entnehmen. Als der Teil kam. bei dem ich auf die Empore mußte um als Trauzeuge zu unterschreiben, entstand kurz Konfusion, da die Freiwilligen und auch die Heiratenden selbst und ich schon gar nicht. nicht wußten ob die Trauzeugen sich schon wieder hinsetzen sollten. Auf jeden Fall klappte dann alles und wir verließen zunächst die Kapelle um danach erneut in der Lounge Platz zunehmen.

Als Nächstes ging es dann in einen Saal, wo das Essen serviert würde und das weitere Rahmenprogramm stattfinden würde. Auch hier wurde einiges geboten und die Gäste erhielten ein paar Geschenke!. Das Brautpaar erschien zunächst nach dem sich ein Vorhang geöffnet hatte und wurde dabei sehr schön beleuchtet. Das Brautpaar setzte sich auf einen erhobenen Platz und es gab Essen.

Die Menukarte, des 8-9 Gängemenus werde ich später an dieser Stelle nachreichen.

Während des Essens wurden Reden von Verwandten und den Trauzeugen vorgetragen und einige Photos der Beiden sowie der Familien und Freunde gezeigt. Schließlich wechselte das Brautpaar die Kleidung und George trug nun ein traditionelles Georgisches Gewand während Tomoko einen Kimono , sowie eine aufwendige Frisur trug. Ein Highlight war auch als George auf der Gitarre spielte und dabei von Tomoko, von der mir bis dato nicht bekannt war das sie so schön singen kann, begleitet wurde.

Nach dem das alles beendet war, ging man noch gemeinsam in ein Lokal um die Ecke um dort bei Getränken den Abend ausklingen zu lassen. Das Lokal schloss jedoch relativ früh und daher entschlossen wir uns noch ein wenig im Hotel zu feiern. Inzwischen hatte es übrigens angefangen zu regnen und ich sollte erneut vom japanischen Denken in Erstaunen versetzt werden: Tomoko’s Vater hatte für alle Gäste Regenschirme besorgt, damit diese nicht nass würden. Großartig!

Wir machten uns daraufhin zunächst zu sechst auf zum nahe dem Hotel gelegnen Seven Eleven ( 24 Stunden Supermarkt) und deckten uns mit Asahi, Plum Cocktail und Chips ein und gingen ins Hotel. Im Hotel stießen später noch die frisch Verheirateten, die sich inzwischen umgezogen hatten zu uns. Später fuhren Toshiro und seine Freundin, die während der Feier übrigens eine sehr schöne Cha Cha Cha Rumba Darbeitung gebracht hatten mit Tomoko und George mit dem Taxi nach Hause. Hier ist anzumerken, das Toshiro wohl in Tokyo wohnt, das mind. 30 Km entfernt liegt. Und wenn auch viele Sachen in Japan ziemlich teuer sind, so ist Taxifahren extrem teuer.Nadine und Samuel fuhren hingegen mit dem Tsukuba Express nach Tsukuba, wo sich ihr Hotel befand.

Am nächsten Morgen frühstückten wir ausgiebig und brachen dann nach Tsukuba auf, wo wir uns kurz das dortige Einkaufszentrum anschauten um dann einmal ein wenig den Campus zu überqueren. Tsukuba ist nämlich nach dem Vorbild Palo Altos ein riesiger Campus mit Instituten und Forschungseinrichtungen, quasi der Think Tank der Japaner.

Gegen Nachmittag kamen dann George und Tomoko, die vorher Tomokos Verwandten besucht hatten und gemeinsam ging’s dann noch zum Berg Tsukuba um den herum sich auch das alte Tsukuba finden lässt . Es handelt sich hier um einen heiligen Berg, zu dem die Leute extra aus Tokyo kommen. Initial D Fans hingegen müßte der Berg wegen seiner  Passtraße ein Begriff sein. Allerdings hat man die enge Straße mit vielen Huckeln versehen um so überhöhter Geschwindigkeit vorzubeugen.Der Teil der Strecke, den ich gesehen habe und der sich erst am Anfang befindet, hat es wahrlich in sich. Heckgetriebene oder 4WD müßten hier klar im Vorteil sein. Auf den Berg gelngt man nach demman einen Tempel passiert hat, mit einer Seilbahn, die doch eine recht heftige Steigung zu überwinden hat. Oben hat man dann eine schöne Aussicht und kann bei gutem Wetter bis zum Fuji sehen. Als wir allerdings oben waren, schossen wir kurz ein paar Photos und entschlossen uns, dem kühlen Wind nachgebend, wieder nach unten zu fahren.

Jetzt fuhren wir wieder zum Einkaufszentrum und assen dann in einem Restaurant Tonkatsu, was so etwas wie japanisches Schnitzel ist. Hier lernte ich das erste Mal das japanische Wartesystem für Restaurants kennen. Solange alle Tische besetzt sind, nimmt man auf einer Bank vor dem Lokal Platz um zu warten. Manchmal trägt man sich gar in eine Warteliste ein. Sobald dann ein Tisch für die Anzahl von Personen frei ist und man an der Reihe ist, wird einem Bescheid gesagt und man darf eintreten. Das Essen schmeckte, wie bisher eigentlich immer in Japan, vorzüglich.

Da der Abend aber noch jung war überlegten wir, was wir denn noch tun könnten und entschieden uns dafür mal einen Karaokeladen aufzusuchen. Doch gestaltete sich dieses zunächst schwierig, da die Beiden, die Tomoko noch von früher kannte, nicht mehr existierten. So kamen wir in den Genuß einmal in ihr Elternhaus zu kommen. Dort suchte tomoko dann einen Landen und wir fuhren dort hin. Auch wenn ich definitv nicht singen kann und dazu auch stehe, hatten wir dort eine Menge Spaß. Es scheint mir dennoch so, daß Karaoke keine billige Angelegenheit ist, da wir später pro Person nach Zeit und nicht Zeit und Fixpreis für den Raum und das Equipment bezahlen mußten. Leider gab es bei den englischen Liedern kein Alphaville – Big in Japan, das doch eigentlich sehr passend gewesen wäre. Dummerweise wählte ich relativ zu Anfang ein Lied, daß auch als Mann ein Paar etwas höhere Stimmlagen aufweist was zur Folge hatte, daß die Stimme dann ein wenig angeschlagen wsr. Aber egal, es hat wie gesagt eine Menge Spaß gemacht.

Anbei die Impressionen der 3 Tage:

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