Tag 12 Kyoto

Nach dem Aufstehen ergab sich zunächst das Problem, daß es im Econno Inn kein Frühstück gab und wir drei uns somit auf die Suche nach einer Möglichkeit zu Frühstücken machen mussten. Dieses gestaltete sich etwas schwieriger, da, wie mir erst später so richtig bewusst wurde, auch unterschiedliche Auffassungen von „Frühstück“ als solchem vertreten wurden. Wir fanden dann aber etwas und konnten so eine Kleinigkeit zu uns nehmen.

Die anderen trafen wir erneut am Busterminal und so ging es auch gleich mit dem Bus zum ersten Tempel los. Es handelte sich hierbei um den Kiyomizu-dera  . Das Besondere an diesem Tempel stellten für uns wohl im Großen und Ganzen die Adler oder Falken, die über dem Areal aktiv waren, dar. Hinzu kam noch, daß das Tempelareal auch einiges an Wald bot und sich so ein sehr schönes Gesamtbild, das vermutlich zwei Wochen später, wenn sich das Laub endgültig rot gefärbt haben würde, noch schöner gewesen wäre. Das Ganze wurde eigentlich nur durch die große Anzahl an Touristen und/oder Schulkindern in seinem Eindruck geschmälert.

Von diesem Tempel ging es zunächst zurück zur Hauptstraße um von dort zum Yasakaschrein zu gehen. An diesen schließt sich der Maruyama Park an.Am Fuße des Aufwegs wurden Yukatas zu einem zunächst ansprechenden Preis angeboten, doch als die Verkäuferin meine Größe sah, schüttelte Sie nur den Kopf und meinte: Bei der Größe müsse noch eine 0 hinzugefügt werden. Dann also nicht…

Oben angekommen gelangten wir dann in den Park in dem ein älterer Herr in einem Teich Schildkröten fütterte.

Hier ruhten wir uns ein wenig aus und machten uns gingen dann kurz vom Regen heimgesucht nach Gion wo wir in einem Restaurant zu Mittag aßen und derweil den Regen abwarteten. In dem Restaurant gab es hauptsächlich Udon und Soba. Nach dem Essen war der Regen tatsächlich der Sonne gewichen und so machten wir uns auf gen goldener Pavillion.

Hier zeigte sich die Herbstsonne von ihrer besten Seite und tauchte den goldenen Pavillon in ein wunderbares Licht. Da hier jedoch leider der erneut Akku der Kamera beschloss in den Streik zu treten, gibt es hier (noch) keine Photos. Auf jeden Fall lässt sich sagen, daß der goldene Pavillon auf jeden Fall einen Besuch wert ist, auch wenn die Anzahl an Touristen erneut recht hoch ausfiel.

Abschließend gingen wir dann noch in den Ryoan-ji , der für seinen Zengarten berühmt ist. Der Garten fällt auf den ersten Blick mit 30 mal 10 m sehr klein aus. Doch ist es auch nicht ein Garten im herkömmlichen Sinne, sondern einer Fläche mit fein gerechtem Kies auf der sich insgesamt 15 Steine befinden. Diese scheinen scheinbar zufällig angeordnet zu sein, jedoch kann man aus keinem Blickwinkel alle 15 Steine sehen. Der Garten lädt durch dieses Arrangement förmlich dazu ein, einmal zur Ruhe zu kommen und den Geist schweben zu lassen. Wobei dieses schon schwer ist, wenn es dort so voll ist, wie es an diesem Tag war.

Nach dem Ryoan-ji bestiegen wir dann den Bus und fuhren in eine Gegend in Kyoto, die für Ihre guten Restaurants bekannt ist. Jedoch wurden wir durch die Preise ein wenig abgeschreckt was dazu führte, daß wir uns auf die Suche nach einem preisgünstigeren Restaurant machten.

Schließlich kehrten wir dann einem skurrilen im Kellergeschoss liegenden Etablissement in dem es Tonkatsu gab ein.

Das Lokal war primär eine Musikbar, die von jemandem betrieben wurde, der einmal in der Musikindustrie gearbeitet hat (was er da genau gemacht hat, war leider nicht so wirklich in Erfahrung zu bringen) Auf jeden Fall waren in dem Lokal mehrere Releaseposter einer japanischen „Sängerin“ zu finden und auf den Photos, die den Besitzer zeigten, war u.a. eines dabei, daß ihn mit Steve Lukather von Toto zeigte.

Außerdem zeigte er uns noch ein seltsames Siegel, daß neben der Eingangstüre angebracht war und von dem er behauptete, daß es das Siegel einer Geisha wäre. Die habe er allerdings verärgert, weil das Siegel nicht hoch genug angebracht wurden sei. Na ja, wenn jemand eine solche Aussage bestätigen oder dementieren kann, wäre ich Ihm oder Ihr an dieser Stelle sehr verbunden.

George wurde auch die Möglichkeit gegeben ein wenig Gitarre zu spielen, jedoch waren die beiden Klampfen doch recht verstimmt, so daß dieses Projekt frühzeitig aufgegeben wurde.

Gegenüber versuchte Samuel in einem Photo-/Elektrogeschäft noch eine preiswerte CF Karte zu erstehen, doch war auch dieses nicht von Erfolg gekrönt.

Auf dem Rückweg Richtung Bahnhof durchquerten wir noch eine Einkaufspassage wo wir in einer Art Starbucksklon Kaffee und grünen Teeshake tranken und dazu noch irgendein süßes Gebäck verzehrten. Zwischenzeitlich wurde ich hier fast vom Schlaf übermannt, doch gab ich diesem Verlangen hier noch nicht nach.

Die Geschäfte in der Einkaufspassage schlossen langsam und wir schauten noch mal kurz in einem Schuhgeschäft um dann gen Bahnhof aufzubrechen und von dort in unsere jeweiligen Hotels zurückzukehren. Wir drei wählten hierzu den Weg am Fluss.

Im Hotel angekommen gab ich dann auch recht bald meinem Verlangen nach Schlaf nach. 🙂

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