Tag 13 .. ganz viele rote Torii

Dieser Tag würde unser letzter gemeinsamer Tag in Kyoto sein, denn George und Tomoko würden am frühen Abend nach Tsukuba zurückfahren. Tomoko wählte als Ausflugsziel für diesen Tag Fushimi Inari-Taisha, den in Kyotos Stadtteil Fushimi liegenden Schintoschrein Inari. Der Schrein, der als einer der bedeutendsten Inari Schreine in Japan gelten kann, liegt zwar in Kyoto, doch nicht im Kern der Stadt und so findet man ihn in den Reiseführern meistens als eine Empfehlung für einen Tagesausflug. Es handelt sich bei Ihm um einen der ältesten und bedeutendsten Fuchsschreine Japans.

Der Weg von der Bushaltestelle war zunächst sehr unscheinbar, doch als wir den Schrein schließlich erreichten, bot sich uns ein ganz anderer Anblick. Wobei wir zunächst nur ein paar größere Torii sahen. Wir entschlossen uns dann allerdings die knapp 4-5 Km auf den Berg zu gehen wandern um so einmal die Anlage in ihrer ganzen Pracht sehen und erfassen zu können. Hierfür wurden wir dann zunächst durch unzählige rote Torii belohnt. Für den Leser mag das jetzt eher unspektakulär klingen, aber diese unzähligen Torii hintereinander und in Gruppen entfalten einfach eine eigene Wirkung. Dieses wird dann häufig noch durch die Sonne und den damit verbundenen Lichteinfall verstärkt. Von Zeit zu Zeit geben die Torii den Weg frei und man befindet sich an einem Schrein. Zur Information: Bei den Torii handelt es sich zum größten Teil oder vermutlich komplett um durch Spenden von Privatleuten und Firmen finanzierte Torii. Manche sind teilweise verrottet oder aber im Verfall begriffen, doch sind Arbeiter ständig mit Instandsetzungsmaßnahmen und dem Errichten neuer Torii beschäftigt. Darüber hinaus können bei Bedarf auch Miniatur Torii erworben werden, von denen auch eine große Zahl zu finden ist. Je weiter man nach oben kommt um so mehr finden sich an diesen Stationen Friedhöfe. An diese ist dann meist ein Gebäude angeschlossen in dem es Opfergaben für die Götter ( die vermutlich erworben werden müßen) gibt. An manchen der Stationen gibt es auch kleine Gaststuben. In eine dieser kehrten wir auf dem Rückweg ein um dort zu Mittag zu essen.

Während die Anderen sich alle für etwas Warmes entschieden, wählte ich quasi die Spezialität des Schreins. Der Name dieser Spezialität wird noch nachgereicht, sobald ich sie wieder weiß oder aber rekonstruieren konnte. Zur Beschreibung: Aus Teig oder Tofu bestehende Miniaturhörnchen, die mit Reis gefüllt sind und zu denen es den obligatorischen Ingwer gibt. Sie schmecken recht süß und eignen sich nach dem Selbstversuch vermutlich sehr gut als Nachspeise :).

Nach dem Mahl machten wir uns wieder auf den Rückweg zur Busstation, der in dieser Gegend nicht so wirklich häufig fährt und so konnten wir nicht mehr wirklich ausgiebig durch die vielen Geschäfte bummeln, die sich auf dem Weg dorthin befanden.

Mit dem Bus fuhren wir dann ein oder zwei Stationen zurück um von dort zu einem Tempel zu gehen, doch mußte Tomoko sich hier erst einmal nach dem Weg erkundigen, da diese Gegend von der Hauptstraße erst einmal überhaupt nicht touristisch anmutet. Wenn man dann jedoch die richtige Abzweigung nimmt, einen Bahnübergang überquert und dann noch unter einer Brücke hindurch geht, so befindet man sich schließlich in einem völlig anders ausschauenden Viertel in dem sich sowohl eine Vielzahl von Tempeln, Gästehäusern dieser, sowie Kindergärten befinden.

Hier besuchten wir dann einen weiteren Tempel, der erneut zur Kategorie „National Treasure“ zählte und in dem für den Besuch von Nebengebäuden bezahlt werden sollte, was dazu führte, daß wir uns, auch aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nur einen Teil des Tempels anschauten. Von diesem Teil war dann auch noch ein wichtiger Aspekt, eine recht große Buddhastatue, aufgrund von Restaurierungsarbeiten nicht vorhanden.

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